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14. Pädagogische Sommerakademie und Klassenlehrerfortbildung 2021 in Tübingen
an der Tübinger freien Waldorfschule

(Do. 29.7 - So.1.8.2021)

Autonomieentwicklung und Gesundheit fördern –
aktuelle Aufgaben der Pädagogik

Im Jahr 2020 entstanden für die Waldorfpädagogik, die Kollegin¬nen und Kollegen an den Schulen, für Kinder und Jugendliche und für die Eltern Herausforderungen, die kaum jemand in der Form erwartet hatte. Es wurde offensicht¬lich, dass vieles, was wir in den letzten 100 Jahren entwickelt haben, mit einem deutlich wacheren Bewusstsein durchdacht wer¬den muss. Weiterhin, dass wir uns stärker als je zuvor mit uns frem¬den Vorstellungen auseinander setzen müssen, um die anderen Menschen wirklich tiefer verstehen zu können und in ihrem Inne¬ren wahrzunehmen. Und dass wir stärker als je zuvor uns für die Beziehungsgestaltung zu den heranwachsenden Kindern und Jugendlichen engagieren müssen.

Lange war schon deutlich, dass ein förderliches Lernen für junge und ältere Menschen insbeson¬dere durch eine verbindliche und menschliche Beziehung gelingen kann. In dem Moment, in dem diese durch eine besondere Herausforderung wie die Pande¬mie und die damit verbundenen Maßnahmen eingeschränkt wird, muss die individuelle Anstrengung der Erwachsenen verstärkt wer¬den, damit ein für die Gesundheit und das Lernen förderlicher Ent¬wicklungsraum für die Kinder und Jugendlichen erhalten bleibt. Ganz schnell gerieten wir auf mehreren Ebenen an die Grenzen des Machbaren und der Überforderung.

Ein neues Ringen um die Frage der Autonomie des Einzelnen und auch von Schulgemeinschaften ist entstanden. Einerseits wurden die Rufe nach Richtlinien von Seiten des Bundes der Freien Waldorf¬schulen laut, andererseits zeigte sich an vielen Stellen, dass Über¬zeugungen von Einzelnen und Gruppen in Bezug auf den Um¬gang mit verordneten Maßnah¬men, die aus der Einschätzung der Politik entstanden sind, sich wie unversöhnlich gegenüberstanden. Aber ist Autonomie nicht nur in einer Gemeinschaft mit Anderen lebbar? Können wir eine Indivi¬dualität und das andere Ich nicht nur wahrnehmen und entwickeln indem wir uns in einem Entwick¬lungsraum begegnen, der sowohl Gemeinschafts- als auch Indivi¬dualitätsfördernd wirkt?

Die Herausforderungen an einen achtsamen und bewussten Um¬gang mit uns selbst und den ande¬ren Menschen sind durch die aktuellen Zeitereignisse so gesteigert worden, dass vielerorts bemerkt wird, dass die Waldorfpädagogik einen neuen Schritt machen muss.

Durch das Thema der pädagogi¬schen Sommerakademie 2021 wollen wir Aspekte und Ideen zu dieser Entwicklung beitragen. Neben den vielfältigen Angeboten zur Vorbereitung des nächsten Schuljahres soll dieses wichtige Thema in Vorträgen, Seminaren und Workshops in der Sommer¬akademie 2021 vertieft werden.



Christian Boettger Wir freuen uns sehr, dass die Pädagogische Sommerakademie 2021 wieder an der Tübinger Freien Waldorfschule stattfinden kann

 

 

Nähere Informationen und Anmeldeformulare bei der Agentur „Von Mensch zu Mensch“,
Laurence Godard, Tel. 07157 523 577 und Andreas Neider email
aneider@gmx.de